Wo die Hirsche röhren

17. - 21. September 2018

Wenn es röhrt und knarzt im Wald, dann hat die Brunftzeit begonnen. Wer den Liebeslauten der Rothirsche lauschen möchte, ist herzlich eingeladen, einen der beiden Nationalpark-Ranger Markus Daume oder Torsten Daume auf seiner Wanderung zu den Brunftplätzen des Rothirsches zu begleiten.

Die kostenfreien Brunftwanderungen finden in der kommenden Woche von Montag, 17. September, bis Freitag, 21. September, täglich von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr statt. Die Brunftwanderung am Samstag, 22. September, ist bereits ausgebucht.

Schnell sein, lohnt sich also: Eine Anmeldung ist jeweils bis zwei Werktage vor Veranstaltungsdatum möglich – entweder telefonisch unter 05621-75249-0 oder per E-Mail an info(at)nationalpark.hessen.de.
Da die Plätze auf der Wildbeobachtungskanzel begrenzt sind, können maximal 20 Personen an der Veranstaltung teilnehmen.
Das Mindestalter beträgt 14 Jahre.
Treffpunkt zur dreistündigen Tour ist der Nationalpark-Eingang KellerwaldUhr in Frankenau.
Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Anrufsammeltaxi (AST)-Haltestelle Frankenau KellerwaldUhr aus.
Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung und festes Schuhwerk.
Da die Veranstaltung bis in die Abendstunden reicht und es auf dem Rückweg bereits dunkel sein wird, empfiehlt es sich, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Das Brunftterritorium der Rothirsche ist meist eine ebene Äsungsstelle – oftmals buhlen sie auf einer Waldlichtung um die Gunst des weiblichen Rotwilds. Von der Wildbeobachtungskanzel, wo die Brunftwanderung die Teilnehmer hinführt, hat man einen tollen Blick auf eine große Wiese und mit ein wenig Glück zeigt sich auch ein röhrender Rothirsch.

Obwohl an der Leine geführte Hunde ansonsten gern gesehene Gäste im Nationalpark sind, dürfen die Vierbeiner bei diesen Führungen nicht mit, um das Rotwild nicht zu verschrecken.

Der Rothirsch ist unbestrittene Leitart der nordhessischen Waldlandschaft. Er ist das größte freilebende Wildtier heimischer Wälder. Entsprechend hoch ist auch seine Bedeutung für den Nationalpark Kellerwald-Edersee. Noch vor 150 Jahren besiedelte das Rotwild beinahe ganz Deutschland und zog auf seinen alljährlichen Wanderungen von den Sommer- in die Winterquartiere und umgekehrt durch die Wälder und Fluren. Heute unterbinden Verkehrswege und Siedlungen weitgehend seinen Wandertrieb. Die Rothirschvorkommen sind auf isolierte Inselpopulationen geschrumpft, die per Rechtsverordnung ausgewiesen sind. Unter Einfluss des Menschen hat sich das ursprünglich tagaktive Steppentier in die Wälder zurückgezogen und ist dämmerungs- und nachtaktiv geworden.
Während die Weibchen als Familienrudel leben, ziehen ältere Hirsche als Einzelgänger durch den Kellerwald. Ende August bis Anfang September lockt es die Hirsche auf die Brunftplätze – größere Lichtungen – um die Weibchen eines Rudels für sich zu beanspruchen. Ihr lautes Röhren schallt dann durch den Nationalpark.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen des Nationalparks und zum Nationalpark selbst unter: www.nationalpark-kellerwald-edersee.de

weiterlesen

Das sollten Sie nicht verpassen

Passend dazu

  • Buchenkeimling im Nationalpark Kellerwald-Edersee im Waldecker Land (Foto: Nationalpark Kellerwald-Edersee)

    Video: Alte Buchenwälder

  • Bad Wildungen