Wilde Katze im wilden Wald – Führung in deutscher Gebärdensprache

4. Juni 2016

Am Samstag, den 4. Juni, laden Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi und Gebärdensprache-Dolmetscherin Gisela Möhn zu einer besonderen Wanderung für Hörende und Nichthörende in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein.

Die vierstündige Tour steht im Zeichen der Wildkatze, die in der Kellerwald-Region als ausgestorben galt und nach über 60 Jahren auf leisen Pfoten zurückkehrte.
Treffpunkt ist um 14:00 Uhr das NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1 in Vöhl-Herzhausen.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Um Anmeldung wird bis Donnerstag, den 2. Juni, unter Tel. 05621 / 75249-0 oder info(at)nationalpark.hessen.de gebeten.
Bei der Anmeldung ist anzugeben, wie viele hörende und wie viele nicht hörende Personen teilnehmen werden.
Die Route erfordert festes Schuhwerk. Teilnehmer denken bitte an Rucksackverpflegung sowie Erfrischungsgetränke.

Die Tour eignet sich für Hörende und Nichthörende, da das gesprochene Wort übersetzt wird bzw. Anmerkungen der Teilnehmer aus der Gebärdensprache für Hörende wiedergegeben werden.

Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi und Gebärdensprache-Dolmetscherin Gisela Möhn begeben sich mit den Teilnehmern auf die Spuren der Wildkatze. Woran können Nationalparkbesucher erkennen, ob sie einen streunenden „Stubentiger“ oder mit viel Glück eine Wildkatze beobachtet haben? Warum fühlt sich die heimliche Waldbewohnerin in der werdenden Wildnis des Großschutzgebietes so wohl? Und welche Bewandtnis haben mit Baldrian getränkte Holzstöcke im Nationalpark? Spannende Fragen, denen die beiden ehrenamtlichen Führerinnen gemeinsam mit den Teilnehmern nachgehen werden.

Außerdem haben sie Spiele vorbereitet, die den Lebensraum einer Wildkatze verdeutlichen oder erklären, warum diese Waldbewohnerin selten von Wanderern beobachtet werden kann. Die Spiele bereiten viel Freude und sind auch für erwachsene Teilnehmer geeignet.

Die Streckenlänge der Rundtour beträgt ca. 6 km. Die Tour führt die Teilnehmer über die Hagenstein-Route, die durch ihre besondere Schönheit begeistert. Gerade die Urwaldrelikte bestechen durch ihre bizarren und urtümlichen Formen und lassen jedes Fotografenherz höher schlagen. Der Brückengrundsteig führt die Teilnehmer an manchen Stellen über Stock und Stein. Die Wanderer begegnen hier der werdenden Wildnis des Kellerwaldes hautnah und können die Nationalparkphilosophie „Natur Natur sein lassen“ unmittelbar entdecken und erleben. Über den Brückengrundsteig gelangen die Teilnehmer zurück zum Ausgangspunkt.

Hintergrund:
Die Wildkatze ist eine scheue Waldbewohnerin, die große unzerschnittene Waldgebiete besiedelt. Dabei bevorzugt sie lichte Wälder und Waldlichtungen mit viel Grasbewuchs, da sie dort viele Mäuse – ihre Hauptnahrungsquelle – erbeuten kann. Sie verschmäht aber auch Insekten, Eidechsen, Fische und kleine Vögel nicht.

Weitere Informationen zum Nationalpark Kellerwald-Edersee unter www.nationalpark-kellerwald-edersee.de

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